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Nelson Mandela hatte vielleicht eine schöne Zeit auf Robben Island (2014)

„Nelson Mandela hatte vielleicht eine schöne Zeit auf Robben Island“. Erschienen 2014 im Limbus-Verlag.

Das Buch beschreibt den sensationslosen Alltag eines namenslosen Museumsangestellten. Ein Alltag, der diesen langsam erdrückt. Der Erzähler zieht sich zunehmend zurück. Er reist nach Zürich, hält einen Vortrag, nimmt Urlaub, verlebt einige Zeit alleine im Ferienhaus der Familie. Er arbeitet dann wieder. Aber er ist untätig. Über Allem liegt ein zähen Schleier. „Ich gehöre nicht hierher“, heisst es mehrmals. Um ihn zerfällt alles. Eine Abkehr von der Gesellschaft, die zufällig, ohne Absicht, und auch zwanglos erscheint. Eine Suche nach sich selbst, ohne Erklärung, ohne Motiv. Der Ich-Erzähler begegnet uns als naiver Beobachter seiner selbst, und einer Welt um ihn herum, die immer mehr zusammenschrumpft. Schließlich: Der Rückzug in die Isolation. Ein fensterloser Raum in einem leerstehenden Haus. Ein Schutzkeller aus den 60er Jahren. Schwarze Wände, Dunkelheit, ein paar Möbel. Es ist still, trostlos. Aber es könnte auch ein Anfang sein.

Limbus 2014. 120 Seiten
Gebunden mit Lesebändchen
ISBN 978-3-99039-002-3
€ 13,90 [A]/[D] / CHF 17,50 [UVP]


PRESSESTIMMEN UND REZENSIONEN

“Immer leicht verschnupft als Einer, der die Welt und auch sein Leben als Kulisse der eigenen, distanzierten Faktenlage beschreibt, gelingt es (Anm: dem Protagonisten) zu Ende, sich irgendwie aus seinem bisherigen Leben hinausgeschlichen zu haben.”
Tanja Brandmayr, Kulturbericht OÖ

“Was Tremetzberger bemerkenswert gut gelingt, ist eine beunruhigende Grundstimmung, die auf klug gesetzten Leerstellen beruht. In zumeist sehr kurzen Sätzen zieht er die Leserin in Bann”.
Dominika Meindl, Kulturbericht OÖ

“Lesenswert sowieso, vor allem aber erinnerungswürdig.”
Gabriel Floß, KUPF Zeitung

“Selbstfindung in der Stille und Dunkelheit”,
Oberösterreichischen Nachrichten

“Ein starkes erstes Buch … Es lebt von einer klaren, unverwechselbaren Ausdrucksweise.”
Stefan Paul Miejski, Stadtrundschau Linz

“Ein provokantes Leitmotiv, womöglich kontrapunktisch gesetzt zu gängigen Glücksversprechen.”
Christian Pichler, Neues Volksblatt

“prägnante Studie eines unerklärlichen und unerklärten temporären Lebensunmuts oder -überdrusses”
Kirstin Breitenfellner, Literaturhaus Wien Online

“In klarer Sprache und genauer Beobachtung des Alltagsgeschehens dokumentiert es die Reduktion eines Menschenlebens auf das Äußerste, eine Abkehr von jeder menschlichen Gemeinschaft aus freien Stücken und eher zufällig sich entwickelnd. Ein zum Nachdenklichwerden anregendes Stück Literatur, bibliophil gestaltet.”
Ekkehard P. Langner, ekz.bibliotheksservice

“Otto Tremetzberger reduziert durch diese Gefängnisinstallation alles Geschehen auf die wesentlichen Teile, dabei wird jegliches Lebensbild dekonstruiert, so dass am Schluss das bisherige Leben sauber geputzt und in Einzelteilen in der Erzähl-Schatulle liegt. Unter der romantisch-angelegten Grenzerfahrung brodelt schließlich die höllische Isolation. Eine verstörend klare Erzählung, die indirekt zur Hommage an Nelson Mandela wird.”
Helmuth Schönauer

 

RADIOBERICHTERSTATTUNG

Lesung und Buchvorstellung in der Sendung “Beispiele” auf Ö1 am 19. September 2014.
Buchvorstellung in der Sendung “Premiere” auf Radio ORF OÖ, 2. August 2014.
Gast in “Von 7 bis 9″, am 2. Mai 2014 im Freien Radio Freistadt. http://cba.fro.at/258586
Studiogast, “Frozine” auf Radio FRO, am 9. April 2014, http://cba.fro.at/257301
Zu Gast in “Bücherwahl” auf Radio FRO, März 2014. http://cba.fro.at/255054

 

VIDEO AUF DORF TV

http://www.dorftv.at/videos/open-space/9184
http://www.dorftv.at/videos/open-space/9183