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Wie der Schelm tickt so denkt er. Der Schelm heisst Andi Wahl

By on Dec 4, 2016

Eine Replik auf die sogenannte “Wahlkolumne” in der aktuellen KUPF-Zeitung Der Schelm ist wieder einmal Andi Wahl. Sein „Tick“ sind zum Beispiel die „gesellschaftlichen Eliten“. Über „Kunststudierende“ ulkt er: „Seelenlose Kunstzombies“. Wenn auch A. Wahl in der KUPF Zeitung zu Recht den latenten Widerspruch anführt, dass „Leute aus der (Anm. OT: chronisch unterfinanzierten) Freien Szene in Linz“ gegen die Schließung der städtischen Einrichtung „Salzamt“ rebellieren, so entpuppt sich die aktuelle „Wahlkolumne“ ein paar Zeilen darauf schon als „klassischer Wahl“. (KennerInnen der Szene wissen was ich meine) Geradezu wie eine gefährliche Drohung hört es sich dann an wenn Wahl es „in der gegenwärtigen Logik des Kunstbetriebes“ generöserweise für „durchaus legitim“ befindet, dass Kunststudierende aus „Eigennutz“ gegen die Schließung des „Ausstellungs- und Atelierbetriebs“...

Eine Nachricht aus präfaktischen Zeiten. Zu „Jacques Callot und die Erfindung des Individuums“ von Bernd Schuchter.

By on Nov 28, 2016

Vorneweg: Ich bin vorbelastet: Vor vielen Jahren, als Theaterwissenschaftler, in einem anderen Leben geradezu, habe ich mich selbst intensiv mit dem Zeichner und Radierer Jacques Callot beschäftigt. Die „Ikonographie der Commedia dell’arte“ (zu welcher Callot bekanntlich viel beigetragen hat) zählte zu meinen damaligen Leidenschaften und Schwerpunkten. Und ich besitze selbst einige wenn auch freilich unbedeutende Arbeiten des 1592 geborenen Kupferstechers. Es ist daher naheliegend, dass ich dieses Buch mit etwas Sachkenntnis, mit großem Interesse, Wohlwollen und nicht zuletzt einer gewissen unvermeidlichen Sentimentalität gelesen habe. Und ich muss sagen, ich habe es gern gelesen. Mit „Jacques Callot und die Erfindung des Individuums“ hat Bernd Schuchter ein tatsächlich bemerkenswertes und – im positivsten Sinne wie ich meine – ein „aus der Zeit gefallenes“ Buch...

Denn die Kultur kann man sich nicht ersparen. Dankesworte anlässlich der Verleihung der Kunstförderungspreise 2016 der Stadt Linz.

By on Nov 26, 2016

Am 25.11.2016 wurden die Kunstwürdigungspreise 2016 an Mag.a Susanne Blaimschein und Mag.a Beate Rathmayr, Walter Pilar, Parov Stelar, an das afo architekturforum oberösterreich und an dorf tv verliehen. Ich habe hierzu die Dankesworte geprochen und einige aktuelle grundsätzliche kulturpolitische Bemerkungen angeschlossen, die ich gerne teile. Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Bürgermeister, Vizebürgermeister, Mitglieder des Stadtsenats, des Gemeinderates, Mitglieder der Fachjurien. Man hat mich gebeten, im Namen der Preisträgerinnen und Preisträger unseren gemeinsamen Dank an Sie, an die Stadt Linz, auszusprechen. Dem komme ich hiermit gerne nach. Es freut uns, dass unser künstlerisches und kulturelleres Wirken als ein „außergewöhnlicher Beitrag in Linz und Österreich“ zu sehen ist. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger ist Ausdruck für die Vielfalt des...

Die Unsichtbaren – Roman

By on Nov 23, 2016

„Sie waren wie Gespenster, kaum, daß sie überhaupt einen Platz einnahmen.“ Aus: Walker Percy, Die Wiederkehr. “Du sollst K. anrufen!“. Ein namenloser Erzähler kommt von der Kantine und findet diese Nachricht auf seinem Schreibtisch im Büro. K. ist ein Freund aus Jugendtagen. Ein ungleiches gegensätzliches Paar. Etwas ist passiert. Mit K. – und auch mit dem Erzähler. Die Nachricht bildet einen Wendepunkt. „Und dann habe ich das Gefühl, ein Schalter werde betätig, ein Wille, eine Entscheidung gefasst, die endgültig ist, ein geheimer Zusammenhang offenbare sich, ein von langer Hand geplant und vernichtender Schlag gegen den unsichtbaren Feind werde ausgeführt.“ Er macht sich auf den Weg, verbringt den Abend bei K., die Nacht in dessen Wohnung. Die Gespräche mit K., Erinnerungen und Wahrnehmungen verlieren sich zunehmend im Geheimnisvollen. „Und unser Leben kam mir vor wie eine...