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Die Unsichtbaren – Roman

By on Dec 29, 2016

„Sie waren wie Gespenster, kaum, daß sie überhaupt einen Platz einnahmen.“ Aus: Walker Percy, Die Wiederkehr.

“Du sollst K. anrufen!“. Ein namenloser Erzähler kommt von der Kantine und findet diese Nachricht auf seinem Schreibtisch im Büro. K. ist ein Freund aus Jugendtagen. Ein ungleiches gegensätzliches Paar.

Etwas ist passiert. Mit K. – und auch mit dem Erzähler. Die Nachricht bildet einen Wendepunkt. „Und dann habe ich das Gefühl, ein Schalter werde betätig, ein Wille, eine Entscheidung gefasst, die endgültig ist, ein geheimer Zusammenhang offenbare sich, ein von langer Hand geplant und vernichtender Schlag gegen den unsichtbaren Feind werde ausgeführt.“

Er macht sich auf den Weg, verbringt den Abend bei K., die Nacht in dessen Wohnung. Die Gespräche mit K., Erinnerungen und Wahrnehmungen verlieren sich zunehmend im Geheimnisvollen. „Und unser Leben kam mir vor wie eine Erfindung … Abklatsche, Reste von Wirklichkeiten, Kulissen.“ Ein feiner Nebel, ein trüber Schleier, liegt über allem. „Alles ist wahr und nichts ist wahr.“

„Die Unsichtbaren“ ist nach „Nelson Mandela hatte vielleicht eine schöne Zeit auf Robben Island“ die zweite eigenständige Veröffentlichung des 42 jährigen Linzer Autors und Medienmanagers im Innsbrucker Limbus Verlag.

Pressestimmen und Rezensionen

„Mir fällt ein, dass es egal ist, unter welchen Umständen man lebt oder nicht. Dass man in jedem Augenblick ebenso der eine wie ein anderer sein könnte.“ In seinem Roman „Die Unsichtbaren“ spielt Otto Tremetzberger diese Idee konsequent durch, so entsteht ein Text der Vielstimmigkeit, der Mehrgesichtigkeit. Klar umrissene Charaktere haben hier genauso wenig etwas verloren wie eine geradlinige, vorhersehbare Handlung. „Die Unsichtbaren“ erzählt von einer Fülle an Leben, von all dem, was sein könnte: „Man könnte ein bunter Hund sein oder unsichtbar.“
Rezension von Ines Schütz in der Referentin.

“Am Ende wird aus Kafkas Welt das Wunderland, bevölkert von Spielfiguren und einem weißen Hasen. Der Spiegel, ein Werkzeug, um sich selbst betrachten zu können, lässt den Menschen verschwinden.”
Rezension von Eva Maria Stöckler auf www.literaturhaus.at

“Dieser nach Art eines Eisenwalzwerks 2.0 bestehende Mikrokosmos der Werktätigen fährt zwar gelegentlich ähnliche Geschütze wie Rainald Goetz‘ Wirtschaftsroman Johann Holtrop auf, setzt jedoch auf eine deutlich subtiler ausgespielte Karte der verlorengegangenen Subjektivität.”
Marcus Böhm/Kulturernten

„Feinnervig, vibrierend, ein existenzialistisches Kunstwerk.“
Christian Pichler im VOLKSBLATT vom 23.11.2016

Radiointerview für den „Anstifter“ vom 2.11.2016 (die Radiosendung des Stifter-Hauses auf Radio FRO) mit Hannelore Leindecker. Gesendet auf Radio FRO am 2.1.2016 und am 3. und 4.1.2016 im Freien Radio Freistadt. Zur Sendung.
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